Dezember – …und Frieden auf Erden

Zum Nachdenken:

Die „Zehn Gebote der Gewohnheit“

  1. Nur für heute werde ich mich bemühen, den Tag zu erleben, ohne alle Probleme meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.
  2. Nur für heute werde ich mich mit grösster Sorgfalt um mein Auf­treten kümmern: vornehm in meinem Verhalten; ich werde nieman­den kritisieren; ja ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern, … höchstens mich selbst.
  3. Nur für heute werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück geschaffen bin, nicht nur für die andere, auch für diese Welt.
  4. Nur für heute werde ich mich den Umständen anpassen, ohne zu verlangen, dass die Umstände sich meinen Wünschen anpassen.
  5. Nur für heute will ich eine halbe Stunde meiner Zeit meiner körper­lichen oder seelischen Gesundheit widmen, der Entspannung, einer Lektüre oder körperlicher Betätigung.
  6. Nur für heute werde ich eine gute Tat vollbringen, und ich werde es niemanden erzählen.
  7. Nur für heute werde ich eine Sache erledigen, zu der ich keine Lust habe.
  8. Nur für heute werde ich mir ein Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich daran, aber ich werde mich vor zwei Übeln hüten: der Hetze und der Unentschlossenheit.
  9. Nur für heute werde ich fest glauben – selbst wenn die Umstände dem widersprechen sollten -, dass eine gütige höhere Macht sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemanden auf der Welt.
  10. Nur für heute werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst haben, mich an allem zu freuen, was schön ist, und an die Güte zu glauben.

Papst Johannes XXIII. (1881-1963)


 

November – Dr Monat vom OP-Dippel

OP-Dippel-Posten  bei Brisach 10.&11.11.18

Am 10./11. November fand der alljährliche OP-Dippel des Bezirks statt. Traditionell war der APV mit seinem Posten präsent.

Auf der diesjährigen Weltreise  welche die Teilnehmer von Posten zu Posten in ein anderes Land brachte, wurden sie bei uns Members der Baden-Powell Society in London. Nebst einem Eintrag ins Member-Book, dem Member-Ausweis in Form eines Krawattenrings durften sie im Memberraum an der “Whiskybar” erraten, was sich in den imposanten Flaschen in Wirklichkeit  für Getränke versteckten. Nebst dem “Degustieren” gab es dort auch After Eight’s und Shortbread’s zu versuchen.  Nach einem Quiz über Lord Baden-Powell  ging es auch schon ans Erarbeiten des nächsten Postens mittels Spiegelkarte oder Kreuzpunkt-Koordinaten. Das Popcorn-Päckli – auch schon eine Tradition am APV-Posten – als Wegzerrung wurde jeweils mit Freude entgegengenommen.

Für uns Senior-Members begann der Postenaufbau schon früh. Schon um 10 Uhr begannen wir unseren Memberclub aufzubauen – damit er um halb Zwei, als die ersten Läufer und Läuferinnen eintra-fen, bereit war. Unter der bewährten Leitung des Postenchefs Grille schufen wir so ein ‘echt’ englisches Refugium, das den Postenbetreibern, den New-Members und einigen Gästen und Plauschläufern ein warmes und gemütliches Verbleiben garantierte.

Kurz nach halb Vier sonntags in der Früh war der Platz wieder aufgeräumt und nichts deutete mehr darauf hin, dass hier eben noch ein Londoner Club neue Mitglieder aufgenommen hatte.

Müde und zufrieden machten sich die sechs Posten-APVler auf den Heimweg.  Der Kontakt mit den Aktiven, das Leuchten in den Augen der tollen Läuferinnen und Läufern  und die Freude am gelungenen Postendesign begleitete uns nachhause, wo wir wohl alle schnell und kompromisslos ins Bett sanken.                                                                   Misa


OP-TEILLAUF                               (vom e Plauschläufer)

D’r Oneonta, Mitglied vo der Rotte STYX, het bi syne Kolleege aagfroggt, ob aine mit ihm uf e OP-Tippel kunnt. Absaage sin s’Resultat gsi. Do ich das Abentüür immer no gärn mache due, aber nümme die ganzi Strecki, han ich zuegsait.

Us däm Grund hän mir beide ys am Samschtig, 10. Novämber 2018, gege 12.45 bim Bahnhof Laufe troffe. Der Oneonta isch mit em Zug vo Biel ko, ich mit em Auto vo Basel. Vo dört sin mer denn mit em Auto zem Start g’fahre, hän s’Auto parkiert und aaschliessend bim OK gmäldet.

Me hett uns erklärt, ass ai Poschte ame andere Ort isch und sich suscht nüt g’änderet het. Denn hän mir is verabschidet und sin uf d’Route.

Der Poschte 11 vo Waldchutz isch scho vo wytem sichtbar gsi. Si hän Peru dargschtellt. Für der Oneonta, wo a paar Joor dört gläbbt het, isch es fascht e Haimspiel gsi. Nach e paar Wort und Foddeli, sin mer wyter zem zweite Poschte. Der Wääg isch bärgab richtitg Brislach gange und uf der andere Syte wieder uffe. E kiehle Wind het bloose. Obe aakoh, hän mer erneut wieder e bitzeli miesse aabe laufe. Am Waldrand, in der Nöchi vom Schällhüsli, isch der Poschte vo de Angestainlemer gsi. Die hän „Amerika first“ usgschpiilt. Der Präsidänt persönlig het is an der Gränze zue Mexico empfange. Är het welle wüsse wär mir sin, wohär mir kömme und wo ane mir wänn. My Koleeg het kai Chance kha. Är het miesse mit ere nätte Mexikanere uf e illegale Ytritt warte. Wo ich gsait ha, wien ich heiss, also Donald, bin ich mit offene Arme empfange worde, aber trotzdäm vo eim wo bim Ku-Klux-Clan Mitglied isch, sehr ufmerggsam beguetachtet worde. Im Zält het e nätti Zollfrau mi empfange. Zwei OPK’s hän grad s’Land miesse verloh. In der Zwüschezyt isch my Partner denn mit eme falsche Pass über d’Gränze ko.’

Noch eme kurze Gschpröch und zwei Foddeli vo däre hübsche Zollbeamtin, sin mer wyter, em Poschte 9 entgege. Dört isch der APV vo de Johanniter gsi und het Ängland präsentiert. Wo mer nöcher ko sin, isch d’Flagge am Bode glääge. Ängland am Bode zerstört? Das ka jo nit sy, trotzt em Brexit! Nai, mer sin im „Club vom Bi-Pi“ empfange worde und hän kenne em Bi-Pi sini Bilder beschtuune. Näben em Club isch e Waldhütte gstande, wo me het kenne aanehogge und am Tisch gmietlig taafle. Vornedra hets e grossi Füürstell gä. Ideal für die alte Pfadi, wo dert d’Nacht hän derfe verbringe. Wie in Ängland üblig, sin e Paar Herrschafte uf Schimmel verby gritte und hän vo obe aabe heeflig griesst.

Noohdäm mer e glaini ‘Whisky-Degustation und -Information’ duuregfiert und e Glainigkeit gässe hän, ha ich ei, zwei Foddeli gmacht bevor mer ys –als Club-Mitglieder- erneut uf e Wääg gmacht hän. My Mitläufer isch e ächte „Pfad-Finder“ gsi. Är het eimool uf d’Karte gluegt, erklärt wie der Wääg lauft und denn sin mer immer ohni Verlaufe an nägschte Poschte ko. Der Poschte 8 vo der Abtailig „3 Tanne“ hän mer ussgloo. Mir sin diräggt zem Poschte 7 vo de „Schnäggebärglerinne“. Dört hän ys drey Dame us Auschtralie erwartet. Leider hän mer kei einzigs Känguruh gse. Aber, und das het my scho e bitzeli Stolz gmacht, me het welle wüsse, ob ich Donald bi, wo einere vo ihrne Kolleginne am ene OP-Tippel e Taschelampe gschängt het. Do es bi de Johanniter, noch mym Wüsse, nur ai Donald git, ka nummi YCH dä gsi sii.  Und vo däm Ereignis verzellt me in Auschtralie hüte no dervo !!!

No e paar Bildli sin mer wyter. D’Gegend vom OP-Tippel isch mir bekannt gsi, han ich doch scho e paar Tippel uf däre Route gmacht. So sin mer aimool meh in Richtig vo de Hüüser „Helgematt“ gloffe. Es het bereits aagfange Dunggel wärde. Wäge däm hän alli die Kirsibäum wo der Stroos noch oder uff em Fäld gstande sin, nümme e so kräftig rot glüchtet. Aber zwüsche em grien vo de Matte und em Wald isch es immer no e wunderschöne Aabligg gsi. Nach einiger Zyt sin mer denn, nooh eme glaine Aastig, bim Verpfläägigsposchte glandet. Es isch der Schiessstand vom Dorf Fehren gsi. Do sin mer bi de Italiäner glandet. Gässe hän mer nüt, aber e glaine Apéro mit Bruscetti gnosse. Wie das bi de Italiäner e so üblig isch, hets e huffe Goofe (Baseldütsch=Kinder) umme gha. Settigi wo chum hän könne laufe und anderi, wo scho in d’Schuel gange sin und „sehr wichtig“ do hän. Aber scho frieh wüsse, wie toll es isch , wenn me Mitglied vo de Pfadi isch! Wien ich vernoh ha, hän si aber nit dörfe im ene Zält schlofe, sondern in ihrem Bett.

Au do sin mer denn noch ebbe dryssig Minute verschwunde. Uf em Wääg zem nägschte Poschte isch is der Wurm entgege ko. Är het grad s’Auto verlosse, um bi de Italiänder z’starte. Inzwüsche hets wieder emol aagfange rägne. Nit heftig aber trotzdäm unagnähm.

Mir sin wyter zem Poschte 5 vom Sunnebärg. Dört hän ys d’Russe empfange. Zem Teil bewaffnet, mit lange Mäntel und Pelzmütze, mit em rote Stärn. Si hän e gleins, gmietligs Hüttli ka wo si als Bar umgwandlet hän. Logisch, d’Russe sin jo bekannt als Alkoholliebhaber. Irgendwenn isch no der Chinchilla us der Bar ko (nit bsoffe) und het ys begriesst. Au do sin mer denn nach kurzem Ufenthalt in tiefe, dunggle Wald verschwunde. Uf eme breite, steinige Wääg sind mer praktisch eebe em Poschte 4 vom Thierstai entgegegloffe. Unterwägs hets mi denn kurz und heftig uf e Boode gworfe. E Wurzle wo ganz fräch sich erhobe het, het mi stürze losse, zum Schregg vom Oneonta. Aber usser e paar Schürfige an de Händ isch nit viel passiert. Doch kurz druf aabe, han ich denn no der rächt Fuess vertrampt. Das het zimlig weh gmacht. Doch au dä Schmärz isch mit der Zyt versurrt. Aber ab denn sin mer langsamer gloffe und hän Taschelampe benutzt!

Der Poschte 4 vom Thierstai het Schwede präsentiert. Durch der Ygang vom bekanntischte Möbelhuus vo Schwede, sin mir im ene schwedische Hüttli glandet. Do han ich myni Plessure kenne verarzte und der Oneonta sy Wüsse über Schwede los wärde. Jetzt hän mer beschlosse uf Büsserach aabe z’go und dert der Bus nach Laufe z’beschtyge. Mir sin am Eins z’Mittag gstartet und jetzt isch es ebbis vor de Sibeni. Also e Foddeli und ab nach Büsserach. Der Wääg isch steil bärgab gange. Wo mer im Dorf aako sin, hän d’Kircheglogge glüüte und gsait, ass es sibeni isch. Mer hän denn im Bushüsli mit Jugendliche gwartet bis der „gääli Bus“ ygfahre isch. Dä het is nach Zwinge brocht. Dört hän mer no e paar Minute miesse uf der Zug warte, won is nach Laufe gfahre het. Eigetlig hän mer no welle gmietlig go ässe. Aber jetzt no e Baiz sueche und denn ummesitze, bis der Zug für der Oneonta kunnt, wo ihn nach Biel bringt? Nai, mer sin beidi mied gsi. Dorum sin mer bim Bahnhof go en Abschlussbierli (für mi alkoholfreij, wägem Auto) dringge und e Tost ässe. Doderby hän mer über Das und Jenes gschwätzt oder sin unsere Gedangge nocheg’hange. Kurz vor de halber nüni het der Oneonta der Zug beschtige und isch nach Biel gfahre. Ich bi unter der Ysebahn uf die anderi Syte zem Gymnasium gloffe, wo der Start und s’Ziel vom OP-Tippel, und mi Auto gsi isch .

Nach ebbe 45 Minute bin ich de Heime gsi. Dört han ich nonemool myni Plessure behandlet und mit mynere Frau s’Erläbnis OP-Tippel revue passiere lo. Es isch wieder e mool interessant und mit em Oneonta toll gsi. Aber me merkt, me wird älter und es goht langsamer vorwärts als au scho. Wie seit der Baselbieter: Mer wei einisch luege, obs nägscht Joor glych wyders goht“.                      Donald


Zum Tod von Hansjörg Abt, Giraff  

Der Nachruf der NZZ

Scharfsinn, Witz und Wortgewalt

«Swissairs verwegene Fusionsabsicht».

Ein Vierteljahrhundert ist seit diesem letzten Ein­trag von Hansjörg Abt im Redaktionsarchiv der NZZ vergangen. Mit Sachwissen und Angriffslust – sowie dem ihm eigenen Patriotis­mus – analysierte Abt im Wirtschaftsteil damit ein letztes Mal die Situation, in der sich die nationale Fluggesellschaft da­mals im Vergleich zu eher «schwachbrüstigen» Allianzpartnern wie SAS und Austrian Airlines befand. Allein der Ti­tel bringt zum Ausdruck, wofür der Autor während seines langen Wirkens für das Blatt an der Falkenstrasse stand: Engagement, kernige Aussagen und die Lust der Leserschaft, Abts stets brillant formulierten Gedankengängen bis zum Schlusspunkt zu folgen.

Dass Abt 1993 die NZZ verliess, um fortan selbständig zu wirken, war der wohldurchdachte Entschluss eines Kolle­gen, dessen Ansehen im Zenit und des­sen Freiheitswille über vielem stand. Er verlasse den denkbar besten Resonanz­boden für seine profunden Analysen, schrieb der damalige Chefredaktor Hugo Bütler. Ganz unrecht sollte Bü. nicht be­halten. Dennoch: Kein Name aus der journalistischen Unternehmensbericht­erstattung hat in der Schweiz seither den Charakter der Marke H.A. erreicht, also jenem Kürzel, unter dem der am Samstag verstorbene Basler jahrelang schrieb.

Abt wirkte in einer heute fern schei­nenden Zeit, in der man die News am Morgen aus dem Briefkasten oder vor der Fahrt zur Arbeit am Zeitungsstand holte. Das kam dem sorgfältig recher­chierenden und am Abend oft bis zur letzten Minute am Satz feilenden Maes­tro entgegen. Wenn er im Zusammen­hang mit Werner K. Rey von einem «bühnenreifen Gauklertrick», von «Reys eher begrenzter Omni-Potenz» oder von der «Gerupften Bally» aus Schönenwerd sprach, dann wirkten diese Zeilen auch ohne fette Überschrift und ohne Anriss auf der Frontseite. Auf Abt war span­nungsgeladener Verlass, und gericht­lichen Nachspielen, zu denen sich der eine oder andere angeschossene Wirt­schaftsführer bewegen liess, konnte die NZZ stets gelassen entgegensehen.

Dass er eine gesunde Distanz zu Zürich und zu Finanzalchimisten sowie deren strukturierten Produkten aller Art hielt, hat wohl mit seiner Herkunft zu tun. Bei den «Basler Nachrichten» er­warb er sich jedenfalls rasch den Namen eines profunden Kenners der Pharma-, Uhren- und Maschinenbranche. Mit einer beruflichen Zwischenstation bei der Badener BBC vertiefte er anschlies­send seine Industriekenntnisse, was spä­ter zu seiner Aura eines praxisorientier­ten Wirtschaftsjournalisten beitrug, dem nichts vorzumachen war. Der Satz «Das kaufe ich Ihnen nicht ab!» dürfte dem einen oder anderen ehemaligen Mana­ger noch heute in den Ohren klingen.

Eines der Erfolgsrezepte von Abt mag heutzutage, da die Chefetagen von allerlei Türwächtern und Kommunika­tionsleuten abgeschirmt sind, viel schwie­riger umzusetzen sein. Es darf den ins Internet-Zeitalter hineingeborenen Journalisten dennoch kurz in Erinne­rung gerufen werden: Persönliche Kon­takte und Informationen aus erster Hand! Im Gegenzug konnten die dama­ligen Wirtschaftskapitäne wie Robert Holzach, Pius Binkert, Ulrich Bremi oder Helmut Maucher davon ausgehen, dass vertrauliche Informationen nicht einmal redaktionsintern die Runde machten – mitunter zum Leidwesen (oder Neid) der Kollegen.

Der einsame Wolf von damals würde es in modernen Redaktionen heute ver­mutlich noch weniger lang aushalten – oder das rote Bitte-nicht-Stören-Lämpchen vor seiner Bürotüre würde einfach noch häufiger leuchten. Ob Recherche oder Freizeitpassion, an Flucht- und Sehn­suchtsorten fehlte es H.A. jedenfalls nie. Etwa im fernen Nepal oder in den Bergen des von ihm geliebten Oberwallis, in «sei­ner» Hütte weit über dem Grimselpass, oder kurzzeitig einfach abseits im Jura, wo er seine Batterien aufladen konnte. Davon profitierte die NZZ jahrelang mit der von ihm fachkundig betreuten Alpinismus- Beilage, in der er Anliegen des Schweizer Alpen-Clubs SAC genauso eloquent be­handelte wie die Exploits von Gipfelstür­mern wie Reinhold Messner, die er zum Teil auch persönlich kannte.

Hansjörg Abt, der sein Leibblatt bis zu seinem 83. Geburtstag vor einem Monat akribisch genau las und für die Arbeit seiner Nachfolger stets lobende Worte  übrig hatte, hinterlässt drei Kin­der, acht Enkel und acht Urenkel.                                                                                                         Manfred Rist

Oktober – viel zu warm, aber wunderschön


Mittwoch, 24.10.18 

Spielabend & Stammtisch – ‘s het gfägt!’

 


 


Spanferkel-Essen im Falkenhorst


10. November  2018    OP-Dippel-Poschte   (bei Grille melden)
14. Dezember 2018   Waldweihnachten in der Hard (Einladung folgt anfangs Nov.)

 

 

September – im Spätsommer

Poesie und Wasserkraft

Unser Reisli ins Wiesental 

Am Samstag, 21. September, 10.00 Uhr, trafen sich dreizehn APV-ler und drei APV-lerinnen beim Gelpke-Brunnen vor dem Hafenbecken 1. Es wurde Kaffee und Gipfeli angeboten. Zwei Anwesende kamen zwar angemeldet aber nicht eingeplant (…), was die geplante Gruppenaufteilung etwas durcheinander brachte. Ein Angemeldeter kam später, aber immer noch in der Zeit, der dadurch in keine Gruppe mehr passte und mit dem einen Organisator den ganzen Tag verbrachte.

Kurz nach halb Elf fuhren wir von dannen, dem Wiesental entgegen. Es war und blieb ein trockener, angenehmer Samstag. Die Fahrt führte nach Hausen, bekannt durch den Dichter Johann Peter Hebel. Eine Gruppe hatte den Auftrag, auf dem Markt von Schopfheim Früchte zu organisieren, eine andere in der anscheinend besten Bäckerei / Konditorei zwei bestellte Schwarzwäldertorten und Brot zu besorgen, während die dritte Gruppe  zur besten Metzgerei fuhr, um Speck, Wurst und Käse. Kiwi mit Uhu gingen zwischenzeitlich das Mittagessen abzuholen.

Grille und ich fuhren durch Hausen auf kurvenreicher Strecke auf den Maienberg. Auf der Höhe gab’s einen Parkplatz und eine einfache Holzhütte mit Tischen und Bänken. Kiwi und Uhu befanden sich bereits vor Ort und entluden die Esskisten. Nachdem ich mit Grille die Holztische mit weissem Papier bezogen hatte, fuhren wir weiter bis Mambach. Hier warteten bereits die anderen Gruppen. Als alle beisammen waren, gesellte sich ein Fremder dazu, der uns eine Besichtigung der Schmiede im Dorf ankündigte.

Diese und das dazu gehörende Wohnhaus, wechselten vor Jahren den Besitzer, nachdem beides lange Zeit unbenutzt war. Der neue Hausherr hatte für das Anliegen der Mambacher Verständnis und erlaubte, die Schmiede zu erhalten. Mit vereinten Kräften, in Form eines Vereins, Eigenarbeit und Spenden, konnte der gesamte Bau sanft renoviert werden. Deshalb sind heute Besichtigungen, Schmiedekurse und Anlässe in der alten Werkstatt möglich.

Nach etwa einer Stunde verabschiedeten wir uns und fuhren zur Maienberghütte zurück. Hier probierten wir zuerst Speck, Wurst, Brot und Schwarzwälderbier oder andere Flüssigkeiten, anschliessend folgte das Mittagessen. Es gab Braten, Bohnen und Kartoffeln. Zum Dessert erhielt, wer wollte, ein grosses Stück Schwarzwäldertorte. Sie war gut, doch nach meinem Geschmack sah sie den Schwarzwälder Kirsch nur aus der Ferne. Leider war die Gemütlichkeit bald vorbei und wir mussten uns beeilen, rechtzeitig in Hausen zu sein. Dort fand der nächste Anlass statt; eine begleitete Besichtigung im Hebelhaus. Aber wie so oft kommt es anders als man denkt. Während wir vor verschlossenen Türen standen, gesellte sich eine zweite Gruppe dazu, die ebenfalls eine Führung hatte. Diese hatte einen anderen Begleiter, der jedoch erst nach einem Telefonat von seinem Glück erfuhr. Uns ergings ebenso. Nach etwas mehr als einer gefühlten Viertelstunde Wartezeit, befand sich auch unser Begleiter auf dem Platz und entschuldigte sich für die Panne der Gemeindeverwaltung.

Wir überquerten zuerst die Strasse zum Hebeldenkmal während die andere Gruppe sich bereits im Museum befand. Wir erfuhren Geschichten und Anekdoten über Hebel, die der Mann unterhaltsam und fesselnd vortrug. Nach etwa einer halben Stunde wechselten wir ins Museum. Hier präsentierte man diverse Gegenstände, die notariell verbrieft einst Hebel gehörten. Ebenso erfuhren wir erneut diese und jene Geschichte über Hebels Erdendasein. Es war lustig und spannend zugleich. Während unserer Führung gesellte sich bereits der nächste Unbekannte dazu, der uns anschliessend etwas über die Nutzung des Wiesenwassers erzählen sollte. So ging das eine nahtlos ins andere über. Wir fuhren eine kurze Strecke mit den Autos in Richtung Schopfheim, um ausserhalb von Hausen das kleine „Schneckenwellen-Kraftwerk“ zu betrachten. Dieser Informationsanlass dauerte maximal dreiviertel Stunden. Die Uhr zeigte bereits nach siebzehn Uhr als wir uns verabschiedeten, in die Autos stiegen und Richtung Basel fuhren. Die meisten waren froh. Wärme, das Herumstehen und vielleicht auch die gute Luft, ermüdeten unsere nicht mehr ganz jungen Körper.

In Weil am Rhein, in der Nähe der Endstation der Tram Nr. 8, besetzten wir in einem Gasthaus die reservierten Plätze. Das folgende Essen bezahlte die APV-Kasse, während jeder für seine Getränke selber bezahlen musste. Spitzi übernahm dann unverhofft die erste Runde. Er feierte am Todestag von Johann Peter Hebel seinen Geburtstag. Als Dank erschall ein laut gesungenes „Happy Birthay Spitzi“. Es folgte eine Ansprache von Misa mit Dank an die beiden Organisatoren Grille und Kiwi und eine Laudatio mit Geschenkübergabe an die aus dem Vorstand ausgetretene Bello. Zuletzt gaben zwei der drei Gruppen ihr Resultat der Pflichtaufgabe „Liedervers im Stil Hebel’s“ zum Besten. Danach verabschiedete sich allmählich der eine oder andere. Nur der harte Kern blieb noch. Wie lange, das wissen nur sie. Ich war gegen 20 Uhr zu Hause und freue mich auf den nächsten Anlass. Donald

Zur Bildergalerie


Heimfest  1958   

Ein weiteres wunderbares Zeitdokument von -tis



PFF 2018 Sichtern Liestal

Vom 17.-19.8.18 fand auf der Sichtern das Pfadi Folk Fest statt. Das sogenannte PFF ist ein musikalisches, kulturelles und erlebnis-orientiertes Pfadfinderfestival der Pfadibewegung Schweiz. Dieses Jahr wurde es von einem Basler Komitee organisiert.

Unter dem Motto EXPLORE reisten rund 4000 Rover aus der ganzen Schweiz nach Liestal.

Selbst verständlich waren auch viele Johanniter-Leiter anwesend. Wie die letzten Jahre auch schon,  gab es wieder ein Johanniter-Kreis auf dem Zeltplatz und es war ein grosses “Meet and Greet”.

Das Festivalgelände war übersichtlich und beeindruckte durch tolle Bauten. Auf zwei Konzert-bühnen traten über 20 Bands auf und spielten die unter-schiedlichsten Musikrichtungen. Besonders begeisterte “Brandhärt” und “Damian Lynn” das Publikum.

Nebst den Konzerten, gab es aber noch einiges anderes am PFF zu sehen: Es gab mehrere Bars, wie “s Stifeli” der Pfadi Säuliamt, die Schiffbruchbar des Pfadibezirks Rheinbund oder auch “Barbarabierbar” die einige ganz besondere Biersorten ausschenkte. Am Samstag konnten die Pfadis das Städli erkunden oder auch diverse Workshops auf dem Festivalgelände besuchen.

Natürlich kam man auch kulinarisch nicht zu kurz. Für den Hunger zwischendurch oder für die Tagesgäste, wie ich einen war, gab es leckere Pizza, ein Currygericht, Burger, diverses vom Grill oder für Gelüste nach etwas Süssem, Crêpes und Glace.

Am Sonntag wurden die Tore für Familien geöffnet. Viele ehemalige Pfadis mit ihren Kindern oder Wölfli mit ihren Eltern besuchten das PFF. Nicht nur der Postenlauf mit diversen Spielen und Rätsel gefiel, sondern auch das tolle Festivalgelände und zwei grossartige Konzerte. Linard Bardil und Stärneföifi begeisterten Jung und Atl.

Schon im nächsten Jahr wird ein PFF unter dem Motto “Mosaik” in Stäfa stattfinden. Hoffentlich werden dort auch wieder viele Johanniter anzutreffen sein.                                          Swala



SOLA  1958 im Pfinwald (VS)     

ein Film von -tis   (Danke viel mal!)


Juni – Gewitter und erste Hitzetage

Flugwetter

Pfadiübung vom 27.5.18 von den Aktiven für den APV

Bei sonnigem (für alte Chläuse schon als heiss empfundenen) Nachmittags-Wetter trafen wir uns am 27. Mai vor den Toren des Wolf-Friedhofs. Der vom Pech verfolgte, abgestürzte Cousin von Bertrand Piccard bat um unsere Hilfe – sein Flugobjekt (Flugzeug ist nachgerade etwas hoch gegriffen)  prallte in der Grün 80 auf und zerbarst in hundert Stücke. Welch ein Unglück!

Selbstredend halfen wir ihm mit grossem Einsatz in verschiedenen Gruppen diese Teile   zwischen den Massen von Besuchern des Parks wiederzufinden. Ob Montagsmalerei, Azimutrechnen mit dem Kompass, Papierfliegerbasteln, Wolkenbild-Erkennen oder Flugzeugmemorie, die APVler – zwischen 3 ½  Monaten und über 70 – halfen alle mit Begeisterung den Piccard mit einem selbstgebastelten ‘Flugi’ wieder in die Luft zu bekommen. Auch unbedarfte Besucher wollten mithelfen – so konnten wir eine ältere Dame gerade noch daran hindern, mit der einen Postenaufgabe das Weite zu suchen – wohl um ihre Hilfe im Geheimen dem armen Picard angedeihen zu lassen…

Auch das anschliessende Grillen fand an der Grillstation zwischen den vielen Besuchern der G80 statt – das war etwas schade, den es hinderte daran, den gemütlichen Austausch von Aktiven und APVlern ungestörter in Gang zu bringen.

Ein gelungener Anlass   den die Aktiven für den APV organisierten – wir bedanken uns herzlich, verbunden mit der Hoffnung, dass ein nächstes Mal sowohl von den Jungen als auch etwas Älteren mehr dabei sein können.                                                      Misa

Mai – die ganze Schweiz grillt wieder

Einladung

«Pfadi-Übung» vom Sonntag, 27.5.18

Infos

Anmeldung bis zum 13. Mai bei Guignol    

 


Der Jakobsweg – Wanderer Donald – Folge 3

Mittwoch, 09. August 2017 / von Laatzen bei Hannover bis Sarstedt

Wetter:               schön und heiss
Wegstrecke:     ca. 17 km

Kurz nach sieben stand ich auf. Gegen acht Uhr wechselte ich die Wohnung und konnte mich an den gedeckten Frühstückstisch setzen. Dorothee verabschiedete sich kurz nach dem Frühstück. Jürgen und ich räumten noch den Morgentisch ab, bevor ich die Wohnung wechselte und die restlichen Notwendigkeiten erledigte. Kurz nach neun Uhr verabschiedete ich mich von meinem sympathischen Gastgeber und wanderte zur Strassen-bahnhaltestelle. Nach fünf Minuten Wartezeit kam das Gefährt. Ich stieg ein und nach drei Haltestellen im Untergrund des Bahnhofs wieder aus. Auf dem Bahnsteig musste ich die Seite wechseln. Einige Minuten später brachte mich die Tram nach Laatzen. Je weiter wir aus der Stadt fuhren, umso leerer wurde die Strassenbahn. Nach ungefähr fünfzehn bis zwanzig Minuten Fahrt stieg ich aus und befand mich in einem grösseren Dorf. Hier suchte ich den Anschluss an den Jakobsweg. Dazu musste ich ein Stück der Hauptstrasse entlang, bevor ich rechts zwischen Häusern abbog. Die schmale Strasse führte über den Fluss „Leine“. Am anderen Ufer konnte ich nach links gehen. Nun befand ich mich im Leine-Naturschutzgebiet auf dem Jakobsweg. Es wehte ein kühler Wind trotzt Sonnenshein. Ab und zu flogen Reiher oder auch Graugänse in V-Form über mich hinweg. Nach etwa einer Stunde kam ich an eine Stelle, mit einem verschlossenen Zauntor. Der breite Jakobsweg bog rechts ab, während neben dem Tor ein sichtbarer Pfad in eine Wildnis aus Brenneseln und Brombeeren führte. Am Metalltor hing ein Hinweis, der den Zutritt verbot, da es sich um eine Trinkwasserzone handelte. Gemäss meiner Karte führte der Jakobsweg in weitem Bogen um das Gebiet, der versperrte Weg jedoch in gerader Richtung zum gleichen Endpunkt. Zuerst betrat ich gesetzestreu den Wildpfad. Als ich da aber immer mehr zerkratzt und von Brennnesseln geschunden wurde, war mir die Verbotstafel „wurscht“. Ich lief zurück, überstieg das Tor und wanderte auf einem angenehmen Grasweg quer über das Trinkwassergelände. Sollte mich jemand anhalten, würde ich mich Englisch oder Französisch dumm stellen. Doch es passierte gar nichts und ich traf erneut auf den Jakobsweg. Etwas später rastete ich bei einem Haus.

Frisch gestärkt überquerte ich anschliessend eine stark befahrene Strasse und folgte ihr unterhalb auf einem Fahrradweg. Da sah ich die Schäden des Hochwassers, das vor etwa einer Woche das Gebiet heimgesucht hatte. Nach einer Richtungsänderung, begleitete mich linkerhand die Bahn, die ich dann unterquerte und mich davon entfernte. Die Sonne brannte mittlerweile heftig und ich war um jeden Schatten froh. Irgendwann gelangte ich an eine Strasse. Hier bog ich rechts ab und nach einer erneuten Unterquerung der Bahn, wanderte ich links einem Bach entlang, der mich bis Sarstedt begleitete. Überall waren die Spuren der Überschwemmungen vorhanden.

In Sarstedt fand ich meine Unterkunft gut. Das Haus war erst ab siebzehn Uhr besetzt. Deshalb klärte ich telefonisch, wie ich zum Schlüssel kam. Gemäss Auskunft öffnete ich bei der Eingangstüre mit einem Code den Schlüsselkasten, entnahm den angeschriebenen Schlüssel, verschloss den Kasten und verwarf den Code. Kurz darauf öffnete ich im ersten Stock mein Zimmer und war erstaunt. Ein grosses Apartement mit Kochgelegenheit und Komfort empfing mich. Etwas später duschte ich, zog andere Kleider an und versorgte mein Gepäck. Die schweissnasse Wäsche hängte ich an die von der Sonne beschienen Fenster. Dann machte ich einen Dorfrundgang. Viel hatte Sarstedt nicht zu bieten. Nach siebzehn Uhr spazierte ich zurück ins Hotel um mich anzumelden. Vor der Reception sass eine junge Frau mit einem grossen, prall gefüllten Rucksack. Wir kamen ins Gespräch. Sie war ebenfalls auf dem Jakobsweg unterwegs. Bei meiner offiziellen Anmeldung verlangte man einen anderen Preis wie vereinbart. Ich holte dann aus den Unterlagen die erhaltenen Preisangaben, worauf die Dame ein Telefonat startete mit dem Resultat, der Preis blieb verbindlich. Den Rest des Tages verbrachte ich vor der Flimmerkiste mit zwei „Frühstücks-Stullen“ und einer Dose Radler. Gegen zweiundzwanzig Uhr machte ich mich bettbereit und schlüpfte unter die Decke.

April, April – da macht das Wetter…

Einladung

zur «Pfadi-Übung» vom Sonntag, 27.5.18

Wie letztes Jahr laden uns die Aktiven vom Bezirk Johanniter zu einer «Pfadi-Übung» ein: Wir danken es ihnen mit Präsenz!

  • Antreten: 15.00h bei der Haltestelle M-Parc (Tram Nr. 10 und 11) / Eingang Wolfsgottesacker
  • Abtreten: ~18 Uhr/ open end – dito oder Grün 80

 

  • Mitbringen:
  1. Verpflegung für Grill/Feuer, Geschirrsack mit Teller, Besteck und Becher, genügend zu trinken (es darf auch alkoholischer Natur sein),
  2. Sackmesser,
  3. Schnur, Block, Bleistift,
  4. Dem Wetter entsprechende Kleider (wir werden auch rumlaufen),
  5. Blendende Laune,
  6. Johanniter-Krawatte
WICHTIG
Anmeldung bis zum 13. Mai bei Guignol

 


Der Jakobsweg-Wanderer Donald – Folge 2

Dienstag, 08. August 2017 / Fahrradrundfahrt in Hannover

Wetter:               bedeckt, frisch

Wegstrecke:     ca. 20-25km per Fahrrad

Nach einer unruhigen Nacht stand ich gegen ein Viertel nach Sieben auf. Um acht Uhr wechselte ich die Wohnung. Ich betrat die 3-Zimmerwohnung meiner Gastgeber und lernte die Partnerin von Jürgen kennen. Der Frühstückstisch war reichlich gedeckt mit Wurst, Käse, Joghurt, Honig, Marmelade, Müesli und gutem Brot. Für mich und die Gastgeberin gab es Tee, während der Hausherr Kaffee trank. Die Konversation bezog sich auf die bevorstehenden Aktivitäten des Tages.

Nach neun Uhr bestiegen Jürgen und ich die Fahrräder und begannen mit der Stadttour. Immer wieder hatte ich mit dem Rücktritt zu kämpfen. Aber es war erstaunlich, wie anständig sich die Autolenker benahmen. Keiner hupte, niemand der nervös wurde. Jürgen wartete oft geduldig, bis ich wieder im Tritt war. Ab und zu hielten wir bei steinernen Personen, die für Hannovers Geschichte wichtig waren, oder bei speziellen Bauten, Kirchen und Denkmälern. Nebst den geschichtlichen Fakten, erfuhr ich manche Geschichte und Anekdote.

Kurz vor Mittag besuchten wir das Sprengel-Museum mit vielen Werken moderner Kunst, unter anderem auch von Niki de Saint Phalle, Geliebte von Jean Tinguely. Nach dem Museumsbesuch gönnten wir uns eine Pause um die trockenen Kehlen zu benetzen.

Auf dem Weg zum neuen Rathaus, spazierten wir vorbei an einem Ehrenfriedhof mit Denkmal für Kriegsgefangene und Insassen der Konzentrationslager. Das Rathaus war ein grosser, interessanter Bau, an einem künstlich angelegten See. Es steht auf über sechstausend Buchenpfählen, die unter Wasser sind, um sie vor dem Austrocknen zu bewahren. In einem Saal befand sich ein Wandgemälde von Ferdinand Hodler. Leider war eine Besichtigung nicht möglich. In der Eingangshalle standen vier grosse Stadtmodelle. Sie zeigten sehr eindrücklich das Wachstum der Stadt, deren Vernichtung im 2. Weltkrieg und die heutige Situation. Auf der Rückseite war das Gebäude verdeckt durch ein Baugerüst und vor dem Haus standen Touristenbusse, die

Hannover – Altertum
Hannover nach der Bombardierung

ein gutes Foto dieses imposanten Hauses verhinderten. Schade.

Hannover – heute

Von dort fuhren wir entlang einer Ringstrasse, bis zum Eingang einer Grünanlage. Hier wechselten wir auf die andere Strassenseite zur alten Uni. Nach kurzem Aufenthalt ging’s zurück zu drei markanten Gebilden von Niki de Saint Phalle und danach in die Altstadt. Es folgte eine weitere Pause mit Kaffee und Kuchen in der Fussgängerzone. Auf kleinen Umwegen fuhren wir gestärkt zum Bahnhofplatz. Hier stand eine Verkaufsstelle der Strassenbahn, bei der ich mich für den folgenden Tag mit einem Ticket eindeckte. Damit konnte ich etwa eine Stunde Weg einsparen. Nach fünf Stunden Stadtbesichtigung brachten wir mein Leihrad zurück. Mit dem Tram fuhr ich in die Nähe der Unterkunft und ging den Rest zu Fuss. Eine tolle und spezielle Tour lag hinter mir, die ich als Normaltourist nicht bekommen hätte.

Am Abend wurde ich von meinen Gastgebern zum Essen eingeladen. Es gab Salat mit italienischer Sauce, Gemüsewähe und einen guten Rotwein. Die Gastgeberin musste danach an eine Chorprobe. Ich blieb noch eine Weile bei Jürgen, bevor ich mich verabschiedete um zu packen. Gegen halb elf Uhr legte ich mich schlafen.

März -englöcklein erfrieren

Ein zündender Brief für alle Ehemaligen

Hallo

Vorweg, es folgt ein kleiner Werbeblock bzw. Ideengang zum Thema APV.

Ich weiss, wir befinden uns noch in den besten Jahren und möchten noch nicht mit dem Wort „Alt“ in Verbindung gebracht werden. Trotzdem fände ich es toll, wenn du dir die Zeit nehmen würdest, um dir meine Idee anzuhören (durchzulesen trifft es wohl eher).

Ursprünglich war der Plan einen eigenständigen APV Blauen aufzuziehen und zu Gründen. Dies habe ich unterdessen verworfen und sehe den APV Johanniter dafür als ideale Chance. Natürlich kommt es auch darauf an, was ihr euch unter einem APV vorstellt und welchen Zweck er erfüllen sollte. Für mich steht in erster Linie die Möglichkeit einen Kontakt aufrechtzuerhalten im Vordergrund und im besten Fall kommt ein guter und toller Anlass zustande.

Ich möchte mit diesem Schreiben auch diejenigen von euch ansprechen, welche bei sich in der Abteilung einen eigenständigen APV haben. Vielleicht sehe ich dies ein wenig unkomplizierter und weniger Abteilungsfixiert, weil ich auch auf der Bezirksebene tätig sein durfte und dort über die Abteilung hinaus viele tolle Menschen kennenlernen konnte. Allerdings bin ich mir sicher, dass auch ihr durch Kurse, OP-Dippels, Lager etc. mit anderen Pfadis Bekanntschaft schliessen durftet.

Egal was eure Motivation sein sollte (nur Pfadis aus der eigenen Abteilung sehen/Kontakt aufnehmen oder abteilungsübergreifend) mit einem Jahresbeitrag von 20.- sollte dies für jeden und jede machbar sein. Durch den Rodel (Broschüre mit Kontaktdaten) könnt ihr jederzeit in Kontakt kommen oder euch an den Anlässen treffen.

Ich möchte auch offen und ehrlich sein zu euch. Momentan befindet sich ein Grossteil der APV Mitglieder im pensionierten Alter. Für diese ist es toll sich einige Male im Jahr zu sehen und gemeinsam etwas erleben zu können. Die Anlässe und Ausflüge sind deshalb auch eher aufs ältere Publikum ausgerichtet (bis jetzt). Natürlich ist es auch schwierig etwa zu gestalten was für alle Generationen passend ist. Hierbei kommt allerdings die Idee des Rodels zu greifen. Es ist jederzeit möglich, losgelöst vom Jahresprogramm und vom Vorstand organisierten Anlässe, etwas Eigenständiges auf die Beine zu stellen. So kann zum Bsp. ein Skitag oder –weekend organisiert werden. Dann könnt ihr einfach alle (oder ausgewählte Personen) über dieses Vorhaben informieren und schauen wer auch dabei wäre. Dies geht natürlich auch mit etwas kleinerem und unkompliziertem wie einem Grillabend am Rhein oder einem kleinen Wanderausflug etc.

Das schöne, aus meiner Sicht, daran ist, ihr seid zu nichts verpflichtet und könnt dort hingehen wo ihr gerade wollte und Lust habt. Vielleicht seid ihr auch einige Jahre ein Mitglied welches sich nicht blicken lässt. Dies ist kein Problem, aber falls es euch überkommt, könnt ihr jederzeit gute Freunde von früher kontaktieren und wiedermal etwas Gemeinsames erleben oder sich einfach auf ein Bier treffen.

Ich hoffe ich konnte dich überzeugen oder zu mindestens dazu anregen dir über einen allfälligen Beitritt Gedanken zu machen. Falls du gerne mehr über den APV wissen möchtest oder dir gleich überlegst dich anzumelden, kannst du dies alles unter dem folgenden Link tun:

http://apv-johanniter.ch/

Es würde mich freuen deinen Namen auf dem nächsten Rodel lesen zu können und vielleicht sieht man sich auch mal bei einem Anlass.

Vielen Dank fürs Zeit nehmen und durchlesen
Sascha Moning v/o Kermit

p.s.: Teilen und weiterleiten erwünscht


68. APV-Mitgliederversammlung

vom Montag, 5. März 2018

 

Zwischen 17.45 und 18.00 Uhr besammelte sich die stattliche Zahl von über 30 APV-Kolleginnen und -Kollegen – die Mehrheit mit umgehängter Johanniter-Kravatte- vor dem Haupteingang des Spiegelhofs. Da entdeckte man Personen, die seit längerer Zeit Anlassabsenz markierten. Ein etwas „verwirrter“ Passant verwechselte uns mit einer Fasnachts-Clique, welche den Heimweg vom vergangenen Sonntags-Cliquenbummel noch nicht gefunden hatte.

Dafür fand uns Wm Daniel Vogt der Kapo Basel. Er war der Mann der Stunde und begrüsste uns zur kommenden Polizei-Museumsrunde. Im Haupttreppenhaus stapften wir hoch in den zweiten Stock. Dort befand sich ein Kubus mitten auf dem grossen Liftvorplatz. Anschliessend betrat man via Sicherheitstüren die Seitenkorridore.

Der Kubus besass an jeder Seite eine Vitrine, die ein Thema aus dem polizeilichen Umfeld präsentierte. Es handelte sich um folgende Themen: ehemalige Fahrrad-Versicherungsschilder, Betrugs- und Gewaltutensilien, Unfallerfassung und Luftverkehrs-Unfälle.

Hier begrüsste uns Wm Vogt offiziell und gab sich zugleich als ehemaliger Zytröseli zu erkennen. Er informierte dann über die Entstehung des Museums. Danach wechselten wir den Schauplatz in den Seitengang. Dort hing eine Tafel mit Namen von Polizeibeamten, die während der Ausübung ihres Berufes zu Tode kamen. Eine Tatsache, die man als Polizeimann oder auch –frau, beiseite schiebt, bis man durch den Tod eines Kollegen damit konfrontiert wird.

Nebenbei kam auch das Thema Bussen zur Sprache. Daniel Vogt meisterte diese Problematik mit viel Humor und zauberte jedem Betroffenen ein Schmunzeln ins Gesicht.

Anschliessend wechselten wir den Schauplatz und begaben uns erneut zu den Ausstellungs-Vitrinen. Hier informierte Daniel Vogt zuerst über die Geschichte der Fahrrad-Versicherungsschilder, die bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts existierten. Damit war es möglich, den Fahrradhalter zu eruieren und gestohlene Velos ausfindig zu machen. Das ist heute, infolge eines überspitzten Datenschutzes, nicht mehr möglich. Gestohlene oder entwendete Fahrräder können praktisch nicht mehr oder nur mit grösserem Aufwand ermittelt werden. Nun sind die Versicherungs-Gesellschaften gefordert, sofern der Halter eine entsprechende Diebstahl- oder Haftpflichtversicherung besitzt.
Nach den Fahrradkennzeichen dislozierten wir vor die Vitrine mit den Betrugs- und Gewaltsobjekten. Hier sahen wir Falschgeld, gezinkte Würfel- und Kartenspiele. Es standen ebenfalls ein falscher Goldbarren und andere Betrugsgegenstände zur Auswahl. Zu den Gewaltsobjekten zählten Stahlruten, Schlagringe und verschiedene Kleinschusswaffen. Die nächste Vitrine präsentierte die bisherigen Gerätschaften zur Dokumentation von Verkehrsunfällen. Zudem waren auch Bilder der verschiedensten Fahrzeuge der Unfallgruppe zu sehen. Leider fehlte ein mit viel Liebe zum Detail angefertigter Plan, der massstabgetreu den Unfallhergang aufzeigte und bei jedem Ereignis für die Justiz angefertigt werden musste. In der letzten Vitrine konnten wir die Dokumentation des bisher einzigen Luftfahrtunfalls in der Stadt Basel bestaunen. Im Innern des Kubus gab’s noch eine kleine Sammlung der Utensilien des tödlich verunfallten Crashpiloten zu besichtigen.

Nach etwa einer Stunde Umwanderung der Geschichtskiste, erklärt und uns humorvoll näher gebracht von Wm Daniel Vogt, verliessen wir das Gebäude und spazierten durch das abendliche Basel in Richtung Restaurant Schnabel. Hier waren wir die einzigen Gäste, denn offiziell war das Lokal geschlossen. Die junge Chefin –von einigen wie eine alte Bekannte begrüsst- empfing und bediente uns persönlich im ersten Stock. Zuerst gab’s etwas zu Trinken. Mineralwasser gehörte zum bezahlten Abendessen, alles andere musste berappt werden. Nach einer kurzen Wartezeit kam ein sehr guter und auch visuell ansprechender Wurst- / Käsesalat auf Tellern angerichtet auf den Tisch. Dazu wurden knusprige, goldbraun fritierte Pommes gereicht. Je mehr den Mund voll hatten, umso ruhiger wurde es.

Nach einer Stunde Gemütlichkeit, eröffnete Misa offiziell die Mitgliederversammlung. Im Eilzugstempo bestätigten die Anwesenden die Traktandenliste bis zu Punkt 6. Unter anderem teilte Misa mit, dass Bello (seit 1995 im Vorstand) ihren Rücktritt bekannt gegeben hatte. Die Nachfolge sei gesichert und werde bei den Wahlen bekannt gegeben.

Punkt 6 behandelte die Anpassung der bisherigen Statuten. Eine Äusserung des Präsidenten forderte Donald zu einer Frage heraus, die teilweise von emotionalen Meinungsäusserungen kritisiert wurde. Nun, einig waren sich am Ende alle. Aber nicht jeder hatte den Sinn der Frage verstanden. Auf die klar akzeptierten Statutenänderungen folgten Jahresrechnung, Revisorenbericht und Budgetvorgabe. Hier entstand eine kurze Diskussion über Sinn und Zweck unserer Aufgabe gegenüber den restlichen Johanniter.

Danach amtete Mutz als Tagespräsident, mit dem Resultat, dass Misa erneut für ein weiteres Jahr in seiner Funktion bestätigt wurde. Anschliessend bestätigten alle den gesamten Vorstand und die Ersatzfrau für Bello. Es handelt sich um Twix ( Nomen est   Omen?), eine junge, fröhliche, ehemalige Bezirksleiterin. Sie stammt ursprünglich aus den Maitlipfadi Riehen. Wir freuen uns und wünschen ihr im Kreise der Männergilde, ab und zu versüsst mit anderen weiblichen Mitgliedern, viel Freud und wenig Leid.

Der letzte Punkt „Verschiedenes“ wurde wortlos abgehakt. Abschliessend beendeten wir, auf Wunsch des Präsidenten, mit zwei stehenden Tischrunden und dem Lied „Kein schöner Land“ die Mitgliederversammlung planmässig. Nach meinem Abgang, befanden sich nur noch ein paar im Raum. Zu welcher Stund die in die Nacht entschwanden, entzieht sich meiner Kenntnis,

Mit kollegialen Grüssen                                Donald


Unsere neuen Statuten

Die Mitgliederversammlung des APV Johanniter hat an ihrer gestrigen MV der vom Vorstand vorgeschlagenen Statutenrevision einstimmig zugestimmt.

 

Und hier ist die neue Ausgabe davon:  Statuten APV – Revision 2018


 Ein eher seltenes Ereignis für den APV

Unser Vorstandsmitglied Swala hat am 8. Februar  ihre Tochter Lorena Ophelia zur Welt gebracht! Der Vorstand und mit ihm der ganze APV Johanniter gratulieren der jungen Familie und wünschen viele frohe Stunden und Gottes Segen.


ERSTER STAMMTISCH IM JAHR 2018

Wie gewohnt traf man sich um 18.00 Uhr, zum ersten Stammtisch und Spielabend des Jahres 2018, im italienischen Spezialitäten-Café Il Nuraghe Boi an der Hardstrasse. Für den Einen oder Anderen brauchte es eine gewisse Überwindung, das warme Zuhause mit der beissenden Kälte draussen zu tauschen, denn durch die Strassen blies ein eisiger Wind. Deshalb war man froh in das gemütliche Lokal eintreten zu können.

Unsere charmante Betreuerin und gute Fee

Zu Beginn sassen eine weibliche und vier männliche APV-ler am Tisch. Bis gegen 19.30 Uhr waren es zwei Anwesende mehr. Wer alles anwesend war erkennt ihr auf den beiliegenden Bildern. Für Speis und Trank sorgte die nette Chefin. Die einen genossen ein Glas Weissen zu Beginn, andere Mineralwasser mit Geschmack oder Tee. Bis zum Schluss wurde nur noch alkoholfrei konsumiert.

Das kleine Zwischendurch bestand aus einem zusammengefalteten und in drei Teile zerschnittenen runden Omelette, gefüllt mit rassigem Rucola, Parmaschinken und Käse. Köstlich!

Zwischen Getränk und Speise wurde viel geplaudert……….nur nicht gespielt. Die Themen waren vielfältig. Aber gemütlich war es allemal. Kurz vor Schluss bestellte dann noch ein Nimmersatt ein Stück Panettone mit einem Espresso, was andere ebenfalls zum Genuss dieses Gebäcks verführte.

Ich glaube nach acht Uhr beschlossen wir, die Konsumation und die teilweise erworbenen Spezialitäten zu bezahlen und uns zurück in die heimische warme Stube zu begeben. Ich freue mich auf den nächsten Treff und hoffe, auch mal andere Senioren ablichten zu können.

Donald

 

Februar – Gäll de kensch mi nit !

Neue Homepage des Bezirks Johanniter

Unbedingt anschauen!

Neues von unserem Jakobsweg-Wanderer Donald

Donald hat uns wieder Berichte seiner fortgesetzten Wanderung auf dem deutschen Jakobsweg zukommen lassen! In loser Folge veröffentlichen wir diese Berichte in der kommenden Zeit.

Hier nun der erste Teil:

Montag, 07. August 2017 / von Basel nach Hannover

Wetter:            Sonne, leicht bewölkt, warm

Wegstrecke:   per Zug

Am Sonntagabend hatte ich alles bereitgelegt. Der Rucksack war gepackt und der Frühstückstisch gedeckt. Am folgenden Morgen musste nur noch Wasser aufgeheizt, die Kaffeemaschine angeworfen und Brot, Butter und Marmelade aufgetischt werden. Gegen dreiundzwanzig Uhr befand ich mich im Bett.

Punkt sieben Uhr piepste der Wecker. Ich stand auf und begab mich ins Bad. Während ich den Schlaf aus den Augen wusch und mich anzog, bereitete meine Frau den restlichen Teil des Frühstücks vor. Danach frühstückten wir. Nach etwa einer halben Stunde übergab ich das Geschirr der elektrischen „Marie“. Viel zu früh war ich reisebereit und überbrückte die Wartezeit mit unnötigen Kontrollen.

Gegen acht Uhr vierzig verliess ich Frau und Haus. Der Rucksack drückte spürbar. Aber der Tragkomfort war toll. Ganz in der Nähe meiner Wohnung befindet sich die Bushaltestelle Richtung Badischer Bahnhof. Nach ein paar Minuten Wartezeit bestieg ich den Bus und verliess ihn bereits bei der nächsten Haltestelle. Auf dem Weg zum Bahnsteig kamen mir eilige Menschen mit und ohne Gepäck entgegen. Ich kämpfte mich durch das Gewusel und stand kurz danach auf dem Perron. Hier warteten schon einige Personen. Die Mehrheit steuerte jedoch den hinteren Teil des Bahnsteigs an. Ich musste mich vorne bereithalten, da ich einen Platz in der 1. Klasse reserviert hatte. Dort ist eine Reise angenehmer, als in Wagons der 2. Klasse mit engen Sitzreihen, lärmenden Reisegruppen, plärrenden Kindern und bierbeseelten Billigreisenden.

Kurz vor neun fuhr der Zug ein. Nur wenige Personen verliessen ihn. Ich stieg ein, suchte und fand meinen Platz und stemmte den Rucksack auf die Ablage. In meinem Wagen waren mehrheitlich ältere Ehepaare. Durch die aufgenommenen Gesprächsfetzen bekam ich mit, dass die Mehrheit nach Hamburg fuhr. Nachdem sich der Zug in Bewegung gesetzt hatte, verteilte das Personal Zeitungen und nahm Bestellungen entgegen. Die Landschaft zeigte sich in den Farben Grün, Gelb und Blau. Rot waren meist Autos und Hausdächer. Nach mehr als vier Stunden, mit dreissig Minuten Verspätung, fuhr der ICE in Hannover ein. Im Sog der Passagiere ging es in die Unterführung, die uns aus dem Bahnhof führte.

Während meiner Reiseplanung organisierte ich via Internet eine Stadtführerin. Wir vereinbarten, dass ich mich vor Reisebeginn bei ihr melde, was ich eine Woche davor tat. Ihre Antwort war nicht gerade erfreulich. Sie teilte mit, dass sie nun für eine andere Firma arbeite und leider nicht mehr verfügbar sei. Sie bot an, mein Anliegen an einen Kollegen weiter zu leiten. Gesagt, getan. Gleichentags erhielt ich eine entsprechende Mail. Ich informierte diese Person über meine Vorstellungen und meinen Schlafplatz, die Jugendherberge. Die befand sich am Stadtrand von Hannover. Der neue Stadtführer meinte, das ergäbe ein Zeitproblem. Er schlug mir deshalb die Führung mit Fahrrad vor. Nach einigem Hin und Her über meine Gründe, in der Jugendherberge zu schlafen, machte er den Vorschlag, ich könne in seiner Zweitwohnung schlafen. Der Preis war fast identisch, der Komfort aber umso besser. Ich stimmte zu. Wir vereinbarten den Treffpunkt unserer ersten Begegnung. Der befand sich auf dem Bahnhofsplatz bei einem Reiterdenkmal. Der Pferdeschwanz gab dem treffsicheren Ort den Namen: „unter dem Schwanz“. Der Mann beschrieb sich als unverkennbar, mit weissem Mozartschwanz.

Als ich den Bahnhofplatz betrat, stand –nebst einigen anderen Personen- nur ein Mann mit weissem Haar und Rossschwanz unter dem „eisernen Schwanz“. Bereits der Sichtkontakt genügte, um ohne Worte aufeinander zu zusteuern. Die Begrüssung war herzlich. Wir beschlossen, die Bekanntschaft mit einem Bier zu begiessen und uns mit Vornamen anzusprechen. Mein Gastgeber hiess Jürgen. Wir setzten uns in der Nähe in den Garten einer Gaststätte und genossen das Treiben. Zwischendurch besprachen wir den weiteren Verlauf des Tages. Nach dem Bezahlen der Zeche, spazierten wir zu einem Fahrradverleih. Hier handelte es sich um eine von der Stadt geleitete Organisation. Angestellt waren, Langzeitarbeitslose und Sozialfälle, die dadurch eine bezahlte Aufgabe und eine geregelte Tagesstruktur erhielten. Ich musste einen Ausweis vorweisen, der kopiert wurde, und pro Miettag einen Betrag bezahlen. Danach erhielt ich ein passendes Fahrrad. Der grosse Nachteil des Velos: Es hatte eine Rücktrittbremse! Anschliessend fuhren wir durch Aussenquartiere zur Wohnung meines Gastgebers. Bereits jetzt hatte ich meine liebe Not mit der Rücktrittbremse.

Das Wohnhaus befand sich an einer ruhigen Strasse. Die Fahrräder platzierten wir vor dem Haus und stiegen in den zweiten Stock. Lift gab es keinen. Mein Gastgeber öffnete die linke und die rechte Wohnungstüre. Die rechte Wohnung war mein Revier, die linke der Wohnraum meines Gastgeberpaares.

Meine Unterkunft bestand aus einem grossen Eingangsbereich, zwei Zimmer, einer Küche und einem Bad/WC. Vom Wohnzimmer aus, das sich rückseitig befand, konnte man einen Balkon betreten. Der Blick erfasste ein grosses Geviert von Hinterhöfen, die mehrheitlich aus Grünflächen mit Bäumen bestand. Eine schöne Wohnlage und ruhig. Das Schlaf- und Arbeitszimmer lag strassenseitig. Auch hier konnte man auf einen kleinen Balkon. Wie in diesem Teil von Deutschland üblich, hatten die Fenster keine Läden. Nur Vorhänge regelten die Lichtsituation, an die ich mich erst gewöhnen musste. Nachdem ich geduscht hatte, schaute ich die vorhandenen „Bewohnerhinweise“ genauer an. So konnte ich feststellen, dass mein Gastgeber vor seiner Pensionierung leitender Kriminalbeamter war. Zudem hing ein Abschluss-Diplom an der Wand über ein Kunst- und Geschichtsstudium. Wie klein doch die Welt war. Ein Grafiker und ehemaliger Polizeibeamter, landete zufällig bei einem ehemaligen Kriminalbeamten mit Interesse an Kunst und Geschichte.

Etwas müde von der Reise legte ich mich aufs Bett und döste. Gegen achtzehn Uhr stand ich auf und suchte eine Quartierbeiz, um auch für den Magen etwas Gutes zu tun. Ich betrat ein gemütliches Lokal mit dem Namen „Krauses Schweinehaus“ und setzte mich ans Ende des Raumes. Auf der Speisekarte standen viele Angebote der deutschen Kochkunst. Davon wählte ich die Matjesfilets mit Bratkartoffeln, gemischtem Salat und ein Bier. Das Essen mundete, doch ich musste einen kleinen Teil übrig lassen. Den fragenden Blick der jungen Serviceangestellten konnte ich mit einer positiven Bewertung in ein Lächeln umwandeln. Als ich zwei unterschiedliche Eiskugeln mit Sahne bestellte, musste sie mir mitteilen, dass es nur noch eine Sorte gab und die Sahne ebenfalls ausgegangen sei. Ich bestellte eine Kugel und erhielt drei, überbracht mit einem Lächeln und einem Gruss aus der Küche.

Nach dem Verlassen des Lokals spazierte ich ums Viereck. Die Häuser entstanden mehrheitlich kurz nach den Kriegsjahren. Es gab wenige Verkaufsläden. Personen kamen mir selten entgegen und wenn, waren sie sichtbar eine andere Nationalität. Zurück in meiner Unterkunft, schaute ich bis gegen zweiundzwanzig Uhr in die „Röhre“. Dann beendete ich den ersten Tag in der Fremde im Schlafsack auf einem fremden Bett.


Januar – ‘s wätteret und stürmt

Rätsel gelöst

Das Foto-Rätsel aus Kanada von  Poni, der wissen wollte, wer alles  -nebst ihm selber – auf dem Foto war, ist gelöst!

Dank der freundlichem Mithilfe von Gecko und Mops, unter Mithilfe seines Sohnes Maro, konnten alle identifiziert werden!


Zu Neujahr

Will das Glück nach seinem Sinn
Dir was Gutes schenken,
Sage Dank und nimm es hin
Ohne viel Bedenken.

Jede Gabe sei begrüßt,
Doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst,
Möge dir gelingen.

Wilhelm Busch (1832 – 1908)


Unsere neue Abteilung Thierstein

An der Delegiertenversammlung der Pfadi Region Basel am 29. März hat der Kantonalverband die Abteilung Pfadi Thierstein Breitenbach aufgenommen. Diese wollten den Kantonalverband wechseln, da sie aufgrund ihrer Lage im Schwarzbubenland schon seit jeher viel mehr sich nach Basel als nach Solothurn orientieren.

Nach der Aufnahme ging es darum, in welchen Bezirk die Abteilung beitreten sollte. Nach Besprechung mit unseren Abteilungsleitern der bestehenden acht Abteilungen sowie Konsultation des Vorstands kamen wir zum Schluss, dass wir gerne mit ihnen ein Gespräch führen würden über eine Aufnahme. Dazu luden wir die Abteilung aus Breitenbach dazu ein, an unserem alljährlichen Grümpeli eine Mannschaft zu stellen. Dies war leider etwas kurzfristig, aber für eine «Mannschaft» am anschliessend Leitergrill hat es ihnen dann doch noch gereicht.

Nebst uns besuchten sie auch noch die Bezirke KPK und Zytröseli, aber im Spätsommer 2017 fiel die Wahl dann auf den Bezirk Johanniter.

Mit einer spontanen ausserordentlichen Delegiertenversammlung, oder mindestens der definitiven Zusage der ALs sowie dem Vorstand, wurde die Abteilung einstimmig in unseren Bezirk aufgenommen.

Bald darauf, am Samstag 9. Dezember, besuchte eine Delegation aus zwei Bezirksleitern (Selina Gasser / Twix und Jonas Grüter / Kaa) sowie unserer Bezirkspräsidentin Corinna Geissmann / Swala die Waldweihnacht der Abteilung. Man hatte uns dort ein Zeitfenster von zehn Minuten freigeschaufelt, in welchen wir die anwesenden Leiter, Pfadis, Wölfli, Eltern und viele mehr begrüssten und ihnen ganz kurz den Bezirk Johanniter vorstellten.

Als Zeichen der Zugehörigkeit überreichten wir den beiden Abteilungsleitern der Pfadi Thierstein Breitenbach, Jonathan Sollberger / Wiesel und Jérôme Kettela / Merlin, je eine Johanniter-Krawatte.

Mit dieser neunten Abteilung im Bezirk haben wir nebst gut 130 neuen Mitgliedern auch eine Abteilung gewonnen, welche gut funktioniert und sehr breit aufgestellt ist. Sie ist die erste Abteilung in unserem Bezirk, welche eine PTA-Stufe (Pfadi Trotz Allem, für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung) verfügt.

Wir sind stolz, dass wir uns als einen spannenden und lustigen Bezirk zeigen konnten und freuen uns darauf, die nächsten Jahre in Angriff zu nehmen.

Jonas Grüter, Kaa, Bezirksleiter


Die neun Abteilungen des Bezirks Johanniter

Aus wem besteht der Bezirk Johanniter eigentlich überhaupt? Eine kleine Übersicht:

Pfadi 3 Tannen

Die Pfadi 3 Tannen ist eine der drei reinen Mädchenabteilungen unseres Kantonalverbandes. Sie ist in Aesch beheimatet.

53 aktive Mitglieder

Internetseite: www.pfadidreitannen.jimdo.com

Pfadi Angenstein

Im Gegensatz zur Pfadi 3 Tannen ist die Pfadi Angenstein eine gemischte Abteilung. Deshalb ist es für die beiden Abteilungen auch in Ordnung, in der gleichen Gemeinde (Aesch) zuhause zu sein.

92 aktive Mitglieder

Internetseite: www.pfadiangenstein.ch

Pfadi Blauen

Die Pfadi Blauen, mitten in der Stadt Basel beheimatet, ist mit 144 aktiven Mitgliedern per 31.12.2016 die grösste Abteilung in unserem Bezirk.

144 aktive Mitglieder

Internetseite: www.pfadiblauen.ch

Mäitli Pfadi Rieche

Die zweite Stadtabteilung und die zweite Abteilung, welche nur aus Mädchen besteht.

95 aktive Mitglieder

Internetseite: maitlipfadirieche.wordpress.com

Pfadi Rychestei

Die Arlesheimer Pfadiabteilung Rychestei ist mit Gründungsjahr 1993 eine der jüngsten Abteilungen in der Pfadi Region Basel.

50 aktive Mitglieder

Internetseite: www.rychestei.ch

Pfadi Schnäggebärg

Die Abteilung Schnäggebärg ist die dritte reine Mädchenabteilung in unserem Bezirk (und im Kantonalverband – ja, alle 3 Mädchenabteilungen sind bei uns im Bezirk).

42 aktive Mitglieder

Internetseite: www.schnaeggebaerg.ch

 Pfadi Sunnebärg

In Ederswiler besitzt die Pfadi Sunnebärg ein Lagerhaus, welches anderen Abteilungen aber auch Schulklasse, Cliquen etc. zur Vermietung offen steht. Daneben können Kinder im Alter ab 5 Jahren am Pfadiprogramm der Abteilung teilnehmen.

92 aktive Mitglieder

Internetseite: www.sunnebaerg.ch

 Pfadi Thierstein Breitenbach     (NEU!!!)

Nach dem Wechsel des Kantonalverbands (von der Pfadi Kanton Solothurn zur Pfadi Region Basel) im März 2017 und einer Kennenlerntour durch alle 5 Bezirke des Kantons hat sich die Pfadi Thierstein Breitenbach im Sommer entschieden, dass sie gerne im Bezirk Johanniter Mitglied werden möchte.

Die formale Bestätigung durch die Delegiertenversammlung des Bezirks steht noch aus, aber sie nehmen bereits sehr aktiv am Pfadileben des Bezirks teil.

Die Pfadi Thierstein Breitenbach hat als einzige Abteilung unseres Bezirks eine PTA-Stufe (PTA = Pfadi Trotz Allem, Pfadi für Kinder und Jugendliche mit einer geistigen und/oder körperlichen Behinderung)

122 aktive Mitglieder

Internetseite: www.pfadi-thierstein.ch

 Pfadi Waldchutz

Zuhause in Biel-Benken bietet die Pfadi Waldchutz für die Kinder und Jugendlichen aus dem Leimental Pfadi von den Wölfli bis hin zu den Pios an.

59 aktive Mitglieder

Internetseite: www.waldchutz.ch

Jonas Grüter, Kaa, Bezirksleiter

Alt-Pfadfinder-Verband Johanniter Basel