September – im Spätsommer

Poesie und Wasserkraft

Unser Reisli ins Wiesental 

Am Samstag, 21. September, 10.00 Uhr, trafen sich dreizehn APV-ler und drei APV-lerinnen beim Gelpke-Brunnen vor dem Hafenbecken 1. Es wurde Kaffee und Gipfeli angeboten. Zwei Anwesende kamen zwar angemeldet aber nicht eingeplant (…), was die geplante Gruppenaufteilung etwas durcheinander brachte. Ein Angemeldeter kam später, aber immer noch in der Zeit, der dadurch in keine Gruppe mehr passte und mit dem einen Organisator den ganzen Tag verbrachte.

Kurz nach halb Elf fuhren wir von dannen, dem Wiesental entgegen. Es war und blieb ein trockener, angenehmer Samstag. Die Fahrt führte nach Hausen, bekannt durch den Dichter Johann Peter Hebel. Eine Gruppe hatte den Auftrag, auf dem Markt von Schopfheim Früchte zu organisieren, eine andere in der anscheinend besten Bäckerei / Konditorei zwei bestellte Schwarzwäldertorten und Brot zu besorgen, während die dritte Gruppe  zur besten Metzgerei fuhr, um Speck, Wurst und Käse. Kiwi mit Uhu gingen zwischenzeitlich das Mittagessen abzuholen.

Grille und ich fuhren durch Hausen auf kurvenreicher Strecke auf den Maienberg. Auf der Höhe gab’s einen Parkplatz und eine einfache Holzhütte mit Tischen und Bänken. Kiwi und Uhu befanden sich bereits vor Ort und entluden die Esskisten. Nachdem ich mit Grille die Holztische mit weissem Papier bezogen hatte, fuhren wir weiter bis Mambach. Hier warteten bereits die anderen Gruppen. Als alle beisammen waren, gesellte sich ein Fremder dazu, der uns eine Besichtigung der Schmiede im Dorf ankündigte.

Diese und das dazu gehörende Wohnhaus, wechselten vor Jahren den Besitzer, nachdem beides lange Zeit unbenutzt war. Der neue Hausherr hatte für das Anliegen der Mambacher Verständnis und erlaubte, die Schmiede zu erhalten. Mit vereinten Kräften, in Form eines Vereins, Eigenarbeit und Spenden, konnte der gesamte Bau sanft renoviert werden. Deshalb sind heute Besichtigungen, Schmiedekurse und Anlässe in der alten Werkstatt möglich.

Nach etwa einer Stunde verabschiedeten wir uns und fuhren zur Maienberghütte zurück. Hier probierten wir zuerst Speck, Wurst, Brot und Schwarzwälderbier oder andere Flüssigkeiten, anschliessend folgte das Mittagessen. Es gab Braten, Bohnen und Kartoffeln. Zum Dessert erhielt, wer wollte, ein grosses Stück Schwarzwäldertorte. Sie war gut, doch nach meinem Geschmack sah sie den Schwarzwälder Kirsch nur aus der Ferne. Leider war die Gemütlichkeit bald vorbei und wir mussten uns beeilen, rechtzeitig in Hausen zu sein. Dort fand der nächste Anlass statt; eine begleitete Besichtigung im Hebelhaus. Aber wie so oft kommt es anders als man denkt. Während wir vor verschlossenen Türen standen, gesellte sich eine zweite Gruppe dazu, die ebenfalls eine Führung hatte. Diese hatte einen anderen Begleiter, der jedoch erst nach einem Telefonat von seinem Glück erfuhr. Uns ergings ebenso. Nach etwas mehr als einer gefühlten Viertelstunde Wartezeit, befand sich auch unser Begleiter auf dem Platz und entschuldigte sich für die Panne der Gemeindeverwaltung.

Wir überquerten zuerst die Strasse zum Hebeldenkmal während die andere Gruppe sich bereits im Museum befand. Wir erfuhren Geschichten und Anekdoten über Hebel, die der Mann unterhaltsam und fesselnd vortrug. Nach etwa einer halben Stunde wechselten wir ins Museum. Hier präsentierte man diverse Gegenstände, die notariell verbrieft einst Hebel gehörten. Ebenso erfuhren wir erneut diese und jene Geschichte über Hebels Erdendasein. Es war lustig und spannend zugleich. Während unserer Führung gesellte sich bereits der nächste Unbekannte dazu, der uns anschliessend etwas über die Nutzung des Wiesenwassers erzählen sollte. So ging das eine nahtlos ins andere über. Wir fuhren eine kurze Strecke mit den Autos in Richtung Schopfheim, um ausserhalb von Hausen das kleine „Schneckenwellen-Kraftwerk“ zu betrachten. Dieser Informationsanlass dauerte maximal dreiviertel Stunden. Die Uhr zeigte bereits nach siebzehn Uhr als wir uns verabschiedeten, in die Autos stiegen und Richtung Basel fuhren. Die meisten waren froh. Wärme, das Herumstehen und vielleicht auch die gute Luft, ermüdeten unsere nicht mehr ganz jungen Körper.

In Weil am Rhein, in der Nähe der Endstation der Tram Nr. 8, besetzten wir in einem Gasthaus die reservierten Plätze. Das folgende Essen bezahlte die APV-Kasse, während jeder für seine Getränke selber bezahlen musste. Spitzi übernahm dann unverhofft die erste Runde. Er feierte am Todestag von Johann Peter Hebel seinen Geburtstag. Als Dank erschall ein laut gesungenes „Happy Birthay Spitzi“. Es folgte eine Ansprache von Misa mit Dank an die beiden Organisatoren Grille und Kiwi und eine Laudatio mit Geschenkübergabe an die aus dem Vorstand ausgetretene Bello. Zuletzt gaben zwei der drei Gruppen ihr Resultat der Pflichtaufgabe „Liedervers im Stil Hebel’s“ zum Besten. Danach verabschiedete sich allmählich der eine oder andere. Nur der harte Kern blieb noch. Wie lange, das wissen nur sie. Ich war gegen 20 Uhr zu Hause und freue mich auf den nächsten Anlass. Donald

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Heimfest  1958   

Ein weiteres wunderbares Zeitdokument von -tis

PFF 2018 Sichtern Liestal

Vom 17.-19.8.18 fand auf der Sichtern das Pfadi Folk Fest statt. Das sogenannte PFF ist ein musikalisches, kulturelles und erlebnis-orientiertes Pfadfinderfestival der Pfadibewegung Schweiz. Dieses Jahr wurde es von einem Basler Komitee organisiert.

Unter dem Motto EXPLORE reisten rund 4000 Rover aus der ganzen Schweiz nach Liestal.

Selbst verständlich waren auch viele Johanniter-Leiter anwesend. Wie die letzten Jahre auch schon,  gab es wieder ein Johanniter-Kreis auf dem Zeltplatz und es war ein grosses “Meet and Greet”.

Das Festivalgelände war übersichtlich und beeindruckte durch tolle Bauten. Auf zwei Konzert-bühnen traten über 20 Bands auf und spielten die unter-schiedlichsten Musikrichtungen. Besonders begeisterte “Brandhärt” und “Damian Lynn” das Publikum.

Nebst den Konzerten, gab es aber noch einiges anderes am PFF zu sehen: Es gab mehrere Bars, wie “s Stifeli” der Pfadi Säuliamt, die Schiffbruchbar des Pfadibezirks Rheinbund oder auch “Barbarabierbar” die einige ganz besondere Biersorten ausschenkte. Am Samstag konnten die Pfadis das Städli erkunden oder auch diverse Workshops auf dem Festivalgelände besuchen.

Natürlich kam man auch kulinarisch nicht zu kurz. Für den Hunger zwischendurch oder für die Tagesgäste, wie ich einen war, gab es leckere Pizza, ein Currygericht, Burger, diverses vom Grill oder für Gelüste nach etwas Süssem, Crêpes und Glace.

Am Sonntag wurden die Tore für Familien geöffnet. Viele ehemalige Pfadis mit ihren Kindern oder Wölfli mit ihren Eltern besuchten das PFF. Nicht nur der Postenlauf mit diversen Spielen und Rätsel gefiel, sondern auch das tolle Festivalgelände und zwei grossartige Konzerte. Linard Bardil und Stärneföifi begeisterten Jung und Atl.

Schon im nächsten Jahr wird ein PFF unter dem Motto “Mosaik” in Stäfa stattfinden. Hoffentlich werden dort auch wieder viele Johanniter anzutreffen sein.                                          Swala



SOLA  1958 im Pfinwald (VS)     

ein Film von -tis   (Danke viel mal!)